Rauchen kann tödlich sein. In großen Lettern prangt dieser Hinweis von jeder Zigarettenschachtel. Was für ein süßes Gift das Rauchen ist, können nur die wenigsten Nichtraucher verstehen. Endlich „ohne“ zu leben, ist ein Ziel, das manchmal unerreichbar scheint. Tun Sie den ersten Schritt – und Sie werden diesem Ziel mit Siebenmeilenstiefeln näher rücken.
Sie haben sich entschieden, vom Rauchen Abschied zu nehmen. Vielleicht lassen Sie diese Gewohnheit schweren Herzens hinter sich, vielleicht sind Sie auch voller Tatendrang. Wie auch immer Sie sich fühlen, gute Gründe, das Rauchen zu lassen, gibt es viele. Einige davon haben wir in der folgenden Liste für Sie zusammengestellt: Wenn Sie in ein Tief rutschen und das Verlangen nach Zigaretten stärker wird als Ihr Wunsch, aufzuhören, ist es wichtig, dass Sie sich an Ihre persönlichen Gründe erinnern. Schreiben Sie deshalb Ihre drei wichtigsten Gründe zum Aufhören nieder – das wird Ihnen dabei helfen, durchzuhalten. Verabschieden Sie sich von der Illusion, Rauchen könne Sie glücklich machen – konzentrieren Sie sich lieber darauf, was Sie als Nichtraucher gewinnen. Gesundheit, Freiheit und eine ganz neue Lebensqualität.
| Gesundheit: | Es steht außer Frage, dass Rauchen Ihre Gesundheit gefährdet. Hier dazu einige Fakten. Einige Erkrankungen, deren Entstehung durch Rauchen gefördert wird: Krebs: Statistiken belegen, dass neun von zehn Lungenkrebskranken Raucher sind. Über 95 Prozent aller Kehlkopfkrebspatienten haben mehr als 20 Zigaretten pro Tag geraucht. Durch Rauchen erhöht sich auch das Risiko für Zungen-, Mundhöhlen-, Rachen-, Speiseröhren-, Magen- und Blutkrebs um ein Vielfaches. Impotenz: 64 Prozent aller impotenten Männer rauchen. Auch bei Frauen beeinträchtigt Tabakgenuss das Lustempfinden und die Wechseljahre setzen früher ein. Gefäßerkrankungen: Durch Rauchen werden Schäden an den Blutgefäßen gefördert und dadurch können Arteriosklerosen und Thrombosen entstehen, die den Blutfluss hemmen. Das berüchtigte Raucherbein bzw. Herz- oder Hirninfarkt sind die Folgen. Vor allem Frauen, die über längere Zeit per Pille verhüten, haben ein erhöhtes Herzinfarktrisiko. Insgesamt ist das Herzinfarkt-Risiko von Rauchern 15-mal höher als von Nichtrauchern.
Schlaganfall: Wer täglich mehr als 20 Zigaretten raucht, hat im Vergleich zu gleichaltrigen Nichtrauchern ein fast fünfmal so hohes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden; bei weniger als 20 Zigaretten ist das Risiko immerhin noch viermal höher. Zahnverlust: In einer Studie mit über 1.000 Männern über einen Zeitraum von 30 Jahren ergab sich, dass die Raucher eine doppelt so hohe Quote an Zahnverlust haben wie Nichtraucher.
| | Kosten: | Zigaretten kosten Geld. Viel Geld. Wie genau Sie selbst pro Jahr für das Rauchen ausgeben, können Sie ganz einfach mit unserem Rauchkosten-Rechner auf der linken Seite berechnen.
Tipp: Wenn Sie eine Zeit ohne Zigaretten durchgehalten haben, belohnen Sie sich selbst mit einem schönen Geschenk – immerhin haben Sie ja durchs Nichtrauchen dafür gespart!
| | Beziehung/Partnerschaft: | Wenn beide Partner rauchen, gestaltet sich das Aufhören für einen der Beiden meist noch schwieriger. Umgekehrt kann der Beschluss beider Partner, mit dem Rauchen aufzuhören, beim Überwinden der Sucht sehr hilfreich sein.
Das Thema Beziehung und Partnerschaft zwischen Raucher und Nichtraucher ist untrennbar mit dem Thema Passivrauchen verbunden. 16 Prozent der nicht rauchenden Männer haben eine qualmende Partnerin, 29 Prozent der nicht rauchenden Frauen sind mit einem Raucher zusammen. Viele Raucher/Nichtraucherbeziehungen sind durch das Rauchen einer enormen Belastung ausgesetzt und nicht selten erfolgt augrund dessen eine Trennung. | | Passivrauchen: | Passivrauchen ist unbestritten ein Risikofaktor für die Entstehung von Lungenkrebs. Schätzungen ergeben, dass dieses Risiko im Vergleich zum absoluten Nichtrauchen um bis zu fünfzig Prozent erhöht ist. In Deutschland gehen demnach jährlich mindestens 400 nicht rauchende Lungenkrebsopfer auf das Konto von Rauchern. Weitere Folgen des Passivrauchens sind Kopfschmerzen, Schwindel, Augenbrennen, Atembeschwerden, Bronchitis und Husten. In Amerika sterben rund 50.000 Menschen jährlich an den Folgen des Passivrauchens - dadurch reiht sich Passivrauchen nach Aktivrauchen und Alkoholkonsum an die dritte Stelle der vermeidbaren Todesursachen. | | Sozialer Status: | Es ist immer mehr zu beobachten, dass durch den Konflikt zwischen Rauchern und Nichtrauchern eine bedenkenswerte Gruppenbildung herrscht. Es entstehen Freundes- und Bekanntenkreise, die fast ausschließlich entweder aus Rauchern oder Nichtrauchern bestehen. Meist passieren diese Gruppierungen unbewusst. Durch diverse Rauchverbote in Lokalen, öffentlichen Plätzen, am Arbeitsplatz oder Zuhause wird diese Gruppenbildung verstärkt.
Nicht selten kann es dadurch zu unterbewussten psychischen Problemen kommen. | | Aussehen: | Rauchen ist nicht nur gesundheitlich ein Risiko, sondern beschleunigt auch den Alterungsprozess der Haut. Das Ergebnis einer Zwillingsstudie aus England zeigte, dass Raucher früher Falten bekommen als Nichtraucher. Die Forscher untersuchten dafür 50 Zwillingspaare aus je einem Raucher und einem Nichtraucher. Messungen ergaben, dass die Haut der rauchenden Zwillinge um 25 Prozent dünner war als die der nicht rauchenden Geschwister. Bei manchen Testpersonen betrug der Unterschied sogar mehr als 40 Prozent. Da die Zwillinge identische Erbanlagen hatten, lässt sich diese Differenz auf den äußeren Einfluss des Rauchens zurückführen.
| | Lebensverlängerung: | In Zukunft wird jeder fünfte Mensch vorzeitig an durch Rauchen ausgelösten Krankheiten sterben. Jeder dritte vorzeitige Tod im mittleren Alter ist auf Rauchen zurückzuführen, ca. 50 Prozent aller Raucher sterben an ihrer Sucht. Zu diesen Ergebnissen kamen sowohl britische als auch amerikanische Forscher. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben zurzeit mehr als zwei Millionen Menschen im Jahr an Krankheiten, die durch Tabakkonsum ausgelöst werden. | | Vorbildwirkung: | Als Erwachsener hat man unweigerlich auch eine Vorbildwirkung gegenüber der heranwachsenden Generation. Studien haben ergeben, dass die Quote der rauchenden Minderjährigen in Raucherfamilien höher ist als in Nichtraucherfamilien. Für Kinder und Jugendliche ist das Rauchen noch schädlicher als für Erwachsene. Als rauchender Elternteil kommt man allerdings schnell in Argumentationsnot, wenn es darum geht, dem Sprössling zu erklären, warum er auf Zigaretten verzichten sollte.
| | Leistung/Sport: | Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses giftiges Gas, das bei unvollständiger Verbrennung von organischen Materialien entsteht. Es ist ein Hauptbestandteil des Tabakrauches. Es gelangt über die Lunge in das Blut und verbindet sich mit dem roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin. Der rote Blutfarbstoff ist für den Sauerstofftransport innerhalb des Körpers zuständig. Je mehr Kohlenmonoxid ein Mensch aufnimmt, desto geringer wird die körperliche Leistungsfähigkeit, da für diese hauptsächlich Sauerstoff benötigt wird. Das heißt, die sportliche Leistungsfähigkeit nimmt bei Rauchern sowohl im Ausdauer- als auch im Kraftbereich rapide ab. | |